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Projekte, die wir umgesetzt haben

Wärmepumpen, Photovoltaik, Elektrotechnik und Klimaanlagen – ausgeführt in Bremen und umzu – vom Einfamilienhaus über den Altbau bis zum Mehrfamilienhaus. Jedes Projekt mit den tatsächlichen Zahlen, Bildern von der Baustelle und dem Ablauf.

Lilienthal · Zwei Mehrfamilienhäuser

Heizung, Strom und Solar in einem Zug

Bei getrennter Vergabe hätten hier drei Betriebe koordiniert werden müssen. Wir haben alle drei Gewerke selbst ausgeführt – acht Wochen vom Auftrag bis zur Inbetriebnahme.

Objekt6 + 7 ParteienZwei Mehrfamilienhäuser in Lilienthal
Wärme2 × 20 kWLuft-Wasser-Wärmepumpen
Photovoltaik17 + 29 kWpZwei Anlagen inkl. Anmeldung
Dauer8 WochenVom Auftrag bis zur Inbetriebnahme
Elektro21 Zählerplätze13 Wohnungen plus Wärmepumpe, PV, Allgemein und Reserve je Haus
Luft-Wasser-Wärmepumpe an der Außenwand eines Mehrfamilienhauses in Lilienthal
Eine der beiden 20-kW-Wärmepumpen: aufgeständert auf Betonsockeln, mit Abstand zur Fassade und zum Nachbargrundstück – wichtig für Schallschutz und Wartungszugang.
Projekt im Detail

Beauftragt wurde ein Vorhaben, das üblicherweise auf drei Betriebe verteilt wird: Heizungsbau für die Wärmepumpen, Elektro für die Zählerschränke und ein Solarteur für die Photovoltaik. Wir haben alle drei Gewerke selbst ausgeführt.

Wärmeerzeugung. Je Haus versorgt eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit 20 kW alle Wohnungen zentral mit Heizwärme und Warmwasser. Beide Außeneinheiten stehen aufgeständert auf Betonsockeln – mit Abstand zur Fassade und zur Grundstücksgrenze, damit Schallschutzvorgaben eingehalten werden und Wartung ohne Demontage möglich bleibt. Eine der beiden Anlagen arbeitet mit dem natürlichen Kältemittel R290, das von kommenden F-Gase-Verschärfungen nicht betroffen ist.

Elektro. Die Bestandszählerschränke konnten die zusätzliche Last aus Wärmepumpe und Photovoltaik nicht aufnehmen und wurden komplett erneuert. Insgesamt entstanden 21 Zählerplätze: 13 für die Wohnungen sowie je Haus getrennte Plätze für Wärmepumpe, Photovoltaik und Allgemeinstrom. Ein Reserveplatz je Haus bleibt frei – etwa für spätere Wallboxen. Die getrennte Messung ist zwingend, damit Eigentümer korrekt abrechnen können und die Einspeisevergütung sauber zugeordnet wird.

Photovoltaik. Auf beiden Dächern entstanden Anlagen mit 17 und 29 kWp, einschließlich Wechselrichter, Netzanmeldung und Eintrag ins Marktstammdatenregister. Der erzeugte Strom deckt einen erheblichen Teil des Wärmepumpenbetriebs ab.

Ablauf. Vom Auftrag bis zur Inbetriebnahme vergingen acht Wochen. Möglich war das, weil Heizungs-, Elektro- und Solarmontage von unserem eigenen Team aufeinander abgestimmt wurden – ohne Wartezeiten zwischen den Gewerken.

Neuer Zählerschrank mit sechs Zählerplätzen nach der Erneuerung
Erneuerter Zählerschrank: neben den Wohnungszählern je Haus eigene Plätze für Wärmepumpe, Photovoltaik und Allgemeinstrom – plus ein Reserveplatz für spätere Erweiterungen.
Pufferspeicher mit gedämmter Heizungsverrohrung im Technikraum
Pufferspeicher mit durchgehend gedämmter Verrohrung. Jeder ungedämmte Meter kostet im Betrieb bares Geld.
Wärmepumpen-Außeneinheit mit Kältemittel R290 und Luftkanalführung
Die zweite Wärmepumpe arbeitet mit dem natürlichen Kältemittel R290 – zukunftssicher gegenüber kommenden F-Gase-Regelungen.
Geöffneter Zählerschrank mit Zählern, Sicherungsautomaten und Reserveplätzen
Getrennte Messung für Wohnungen, Wärmepumpe und Photovoltaik – Voraussetzung für korrekte Abrechnung und die Einspeisevergütung.
Warmwasserspeicher mit Ausdehnungsgefäß und Regelungseinheit
Warmwasserspeicher mit Ausdehnungsgefäß und Regelung – die zentrale Schnittstelle zwischen Wärmepumpe und Wohnungen.
Bremen · Einfamilienhaus

Multisplit-Klimaanlage für zwei Räume

Eine Außeneinheit versorgt zwei Innengeräte in Wohn- und Schlafbereich. Im Sommer kühlt die Anlage, in der Übergangszeit heizt sie.

ObjektEinfamilienhausBestandsgebäude in Bremen
Leistung5 kWKühl- und Heizbetrieb
AnlagentypMultisplitEine Außeneinheit, zwei Innengeräte
RäumeWohnen + SchlafenGetrennt regelbar
Außeneinheit einer Multisplit-Klimaanlage auf verzinkter Wandkonsole an einem Einfamilienhaus in Bremen
Die Außeneinheit sitzt auf einer verzinkten Wandkonsole statt auf dem Boden – das hält sie frei von Laub und Schnee und erleichtert die Wartung.
Projekt im Detail

Gewünscht war eine Kühlung für Wohn- und Schlafbereich, ohne zwei getrennte Anlagen an die Fassade zu hängen. Umgesetzt wurde eine Multisplit-Anlage: eine Außeneinheit mit 5 kW versorgt beide Innengeräte, die sich unabhängig voneinander regeln lassen.

Montage. Die Außeneinheit sitzt auf einer verzinkten Wandkonsole statt auf dem Boden. Das hält sie frei von Laub und Schnee, verhindert Vereisung im Winter und erleichtert die spätere Wartung. Die Kältemittel- und Kondensatleitungen laufen in einem weißen Kanal an der Fassade nach oben – in Fassadenfarbe statt sichtbar verlegt.

Innengeräte. Beide Wandgeräte wurden hoch montiert, damit die Luft gleichmäßig im Raum verteilt wird und keine Zugluft im Sitz- oder Liegebereich entsteht.

Nutzen über den Sommer hinaus. Die Anlage kann auch heizen. In der Übergangszeit ersetzt sie an milden Tagen den Heizbetrieb – häufig günstiger als das Hochfahren der Zentralheizung für einzelne Räume.

Kältemittelleitungen in weißem Kanal entlang der Fassade geführt
Kältemittel- und Kondensatleitungen laufen in einem weißen Kanal an der Fassade nach oben. Fassadenfarbe aufgenommen statt sichtbar verlegt.
Wandgerät der Klimaanlage im Wohnzimmer über dem Fernseher montiert
Innengerät im Wohnzimmer, hoch an der Wand montiert: gleichmäßige Luftverteilung ohne Zugluft im Sitzbereich.
Zweite Inneneinheit der Multisplit-Anlage über dem Kleiderschrank
Zweite Inneneinheit im Schlafbereich – separat regelbar, damit beide Räume unterschiedlich temperiert werden können.
Bremen · Altbau

Wärmepumpe im Altbau – in fünf Werktagen

Altbauten gelten als schwieriger Fall für Wärmepumpen. Hier hat es funktioniert: 16 kW Heizleistung, eigene Unterverteilung für die Anlage – vom KfW-Förderantrag bis zur Inbetriebnahme vergingen fünf Werktage.

ObjektAltbauBestandsgebäude in Bremen
Wärme16 kWLuft-Wasser-Wärmepumpe
ElektroUnterverteilungEigener Stromkreis für die Wärmepumpe
Dauer5 WerktageVom KfW-Förderantrag bis zur Inbetriebnahme
16-kW-Luft-Wasser-Wärmepumpe auf Betonsockeln im Innenhof eines Bremer Altbaus
Die Außeneinheit steht auf Betonsockeln im Innenhof – schwingungsentkoppelt und mit Abstand zur Wand, damit die angesaugte Luft nicht zurückgeführt wird.
Projekt im Detail

Der Eigentümer wollte wissen, ob sich der Altbau überhaupt für eine Wärmepumpe eignet. Nach der Heizlastermittlung stand fest: ja – mit 16 kW Heizleistung und den vorhandenen Heizflächen.

Wärmeerzeugung. Die Außeneinheit steht schwingungsentkoppelt auf Betonsockeln im Innenhof, mit ausreichend Abstand zur Wand. Dieser Abstand ist kein Schönheitsdetail: Steht das Gerät zu dicht, saugt es die eigene abgekühlte Abluft wieder an und verliert an Wirkungsgrad.

Technikraum. Die Hydraulikeinheit hängt platzsparend an der Wand, daneben stehen Puffer- und Warmwasserspeicher. Sämtliche Leitungen sind durchgehend gedämmt – im Altbau besonders wichtig, weil Technikräume dort selten beheizt sind.

Elektro. Die Wärmepumpe hat eine eigene Unterverteilung mit separatem FI-Schutzschalter und eigenen Sicherungsautomaten bekommen. Das trennt sie sauber vom Bestandsnetz und macht spätere Erweiterungen möglich, ohne den Hauptverteiler anzufassen.

Förderung und Ablauf. Der Zuschuss für den Heizungstausch wird seit 2024 über das KfW-Zuschussportal beantragt – anders als bei BAFA-Maßnahmen liegt die Zusage dort kurzfristig vor. Vom Antrag bis zur Inbetriebnahme vergingen in diesem Fall fünf Werktage. Möglich ist das, wenn Heizungs- und Elektroarbeiten nicht nacheinander von zwei Betrieben terminiert werden, sondern parallel vom selben Team laufen.

Technikraum mit wandhängender Hydraulikeinheit, Pufferspeicher und Warmwasserspeicher
Hydraulikeinheit an der Wand, Puffer- und Warmwasserspeicher daneben – kompakt gelöst im begrenzten Kellerraum.
Eigene Unterverteilung für die Wärmepumpe mit FI-Schutzschalter und Sicherungsautomaten
Eigene Unterverteilung nur für die Wärmepumpe: eigener FI-Schutzschalter, eigene Automaten, freie Plätze für später.
Gedämmte Heizungsleitungen und Steuerleitung sauber an der Wand geführt
Gedämmte Vor- und Rücklaufleitungen mit Steuerleitung, sauber an der Wand geführt statt quer durch den Raum.
Bremen · Einfamilienhaus

Wärmepumpe auf dem Dachboden

Kein Platz im Keller? Dann eben unter der Dachschräge. Ein Kombihydromodul mit 9 kW vereint Hydraulik und Speicher in einem Gerät – dadurch passt die Technik auch dorthin, wo eine klassische Aufstellung nicht möglich wäre.

ObjektEinfamilienhausBestandsgebäude in Bremen
Wärme9 kWLuft-Wasser-Wärmepumpe
BauartKombihydromodulHydraulik und Speicher in einem Gerät
AufstellortDachbodenUnter der Dachschräge
Kombihydromodul einer 9-kW-Wärmepumpe mit Pufferspeicher unter der Dachschräge auf dem Dachboden
Das Kombihydromodul steht unter der Dachschräge, daneben der Pufferspeicher. Beide Geräte auf Auffangwannen, die Last über Plattenmaterial auf mehrere Balken verteilt.
Projekt im Detail

Im Keller war kein geeigneter Platz. Statt das Vorhaben abzusagen, haben wir den Dachboden geprüft – und die Technik dorthin gesetzt.

Warum ein Kombihydromodul. In diesem Gerät sind Hydraulik, Regelung und Warmwasserbereitung zusammengefasst. Das spart gegenüber der klassischen Aufstellung aus Einzelkomponenten deutlich Stellfläche – der entscheidende Punkt unter einer Dachschräge.

Worauf es beim Dachboden ankommt. Drei Dinge entscheiden hier über Erfolg oder Ärger: die Lastverteilung, weil Gerät und gefüllter Speicher erhebliches Gewicht auf die Balkenlage bringen; die Kondensat- und Sicherheitsentwässerung, weil im Dachgeschoss kein Bodenablauf vorhanden ist; und die Körperschallentkopplung, damit unter dem Dachboden liegende Schlafzimmer nichts mitbekommen.

Umsetzung. Beide Geräte stehen auf Auffangwannen – tritt einmal Wasser aus, läuft es nicht in die darunterliegende Decke. Die Last wird über Plattenmaterial auf mehrere Balken verteilt statt punktuell eingeleitet. Die Leitungen sind durchgehend gedämmt, was auf einem unbeheizten Dachboden noch wichtiger ist als im Keller.

Außeneinheit. Sie steht auf Betonsockeln neben der Terrasse, schwingungsentkoppelt und mit freiem Luftweg. Die Anschlussleitungen zwischen Außeneinheit und Dachboden sind gedämmt und wettergeschützt geführt.

Anspruchsvolle Aufstellorte sind für uns kein Ausschlusskriterium. Wenn es technisch geht, sagen wir Ihnen wie – und wenn es nicht geht, sagen wir das ebenso deutlich.

Außeneinheit der Wärmepumpe auf Betonsockeln neben der Terrasse
Die Außeneinheit steht schwingungsentkoppelt auf Betonsockeln mit freiem Luftweg nach vorn.
Rückseite der Außeneinheit mit Verdampfer und gedämmten Anschlussleitungen
Rückseite mit Verdampfer: Die Anschlussleitungen sind gedämmt und wettergeschützt zum Dachboden geführt.
Bremen · Mehrfamilienhaus, 10 Parteien

Komplettsanierung: Steigleitungen, Fußbodenheizung, Wärmepumpe

Das größte Vorhaben in dieser Auswahl: neue Steigleitungen, Fußbodenheizung im Frästverfahren in allen Wohnungen, eine 30-kW-Wärmepumpe, dazu Dachgeschossausbau und die komplette Elektrotechnik.

Objekt10 ParteienMehrfamilienhaus in Bremen
Wärme30 kWLuft-Wasser-Wärmepumpe
HeizflächenFußbodenheizungNachgerüstet im Frästverfahren
SanitärSteigleitungenKomplett erneuert
ZusätzlichDachgeschossausbauNeuer Wohnraum inkl. Elektro
In den Bestandsestrich gefräste Kanäle mit eingelegten Fußbodenheizungsrohren, daneben neue Elektrodosen
Fußbodenheizung im Frästverfahren: Die Kanäle werden in den vorhandenen Estrich gefräst und das Rohr eingelegt – der Estrich muss nicht heraus, die Bodenhöhe bleibt gleich.
Projekt im Detail

Hier griffen alle unsere Gewerke ineinander: Sanitär für die Steigleitungen, Heizungsbau für Wärmepumpe und Fußbodenheizung, Elektro für die Wohnungen und den Dachgeschossausbau. Bei getrennter Vergabe wäre das ein Terminplan über mehrere Monate mit ständigen Abstimmungsverlusten geworden.

Steigleitungen. Die Bestandsleitungen wurden komplett erneuert. In einem bewohnten Haus mit zehn Parteien ist das der heikelste Teil: Jede Wohnung ist betroffen, die Wasserversorgung darf nur kurz unterbrochen werden. Der Ablauf wurde strangweise geplant statt hausweise.

Fußbodenheizung im Frästverfahren. Statt den Estrich herauszureißen, werden Kanäle in den vorhandenen Estrich gefräst, die Rohre eingelegt und vergossen. Die Bodenhöhe bleibt gleich – Türen, Schwellen und Übergänge müssen nicht angepasst werden. Es fällt kaum Bauschutt an und die lange Trocknungszeit eines neuen Estrichs entfällt. Für bewohnte Gebäude ist das oft der einzige realistische Weg.

Warum das für die Wärmepumpe entscheidend ist. Eine Wärmepumpe arbeitet umso effizienter, je niedriger die Vorlauftemperatur ist. Große Heizflächen wie eine Fußbodenheizung ermöglichen genau das. Deshalb ist die Frage „Wärmepumpe im Altbau – ja oder nein" fast immer eine Frage der Heizflächen, nicht des Baujahrs.

Wärmeerzeugung. Eine 30-kW-Luft-Wasser-Wärmepumpe versorgt alle zehn Wohnungen zentral. Im Technikraum sorgen Pufferspeicher, Schmutzabscheider und Ausdehnungsgefäß für einen sauberen hydraulischen Abschluss.

Dachgeschossausbau. Aus dem ungenutzten Dachboden entstand zusätzlicher Wohnraum – mit Ständerwerk, Fußbodenheizung und kompletter Elektroinstallation. Der historische Dachstuhl blieb dabei erhalten und sichtbar.

Fußbodenheizung im Frästverfahren in einem Wohnraum des Bremer Mehrfamilienhauses
Verlegte Heizkreise in einem Wohnraum. Der Abstand zwischen den Rohren richtet sich nach der Heizlast des jeweiligen Raums.
30-kW-Luft-Wasser-Wärmepumpe auf schwingungsentkoppelten Sockeln im Hof
Die 30-kW-Wärmepumpe steht auf schwingungsentkoppelten Sockeln im Hof – zentral für alle zehn Wohnungen.
Pufferspeicher mit Kupferverrohrung, Schmutzabscheider und Ausdehnungsgefäß im Technikraum
Technikraum mit Pufferspeicher, Kupferverrohrung, Schmutzabscheider und Ausdehnungsgefäß.
Dachgeschossausbau mit Ständerwerk und bereits verlegter Fußbodenheizung zwischen historischem Gebälk
Dachgeschossausbau: Ständerwerk gestellt, Fußbodenheizung verlegt, Elektroleitungen vorbereitet.
Dachgeschoss im Rohbau: Fußbodenheizung verlegt, historischer Dachstuhl erhalten
Der historische Dachstuhl bleibt erhalten und sichtbar – darunter entsteht beheizter Wohnraum.
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